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Einweihung Jakobus-Radpilgerweg

Im Beisein zahlreicher Vertreter beteiligter Landkreise, Kommunen und Tourismusverbände erteilte Helmut Neuweg „Bahn frei“ für den „Jakobus-Radpilgerweg“, der auf zwei unterschiedlichen Strecken nun auch durch den Landkreis Roth und die Stadt Schwabach führt. Vorab erteilten Pfarrer Nitz aus Kaufering und Pfarrer Mederer aus Spalt der neuen Radpilger-Route den kirchlichen Segen.  Ausgangspunkt für die gut ausgebauten und beschilderten Radwege ist jeweils kommend von Prag und Oberfranken die Stadt Nürnberg.

Von dort besteht jetzt die Möglichkeit entweder in Richtung Oettingen oder Eichstätt zu radeln, erklärte Neuweg, Koordinator für den Jakobus-Radpilgerweg in der Region. „Viele Menschen haben in unserer schnelllebigen und unruhigen Zeit das Bedürfnis zu pilgern. Das Pilgern zu Fuß hat natürlich seine Herausforderungen an die körperliche Konstitution.“ So sei die Idee aufgekommen, das Pilgern auf dem Zweirad als Alternative zum Fußpilgern anzubieten. „Körper, Geist und Seele erfahren sich als Ganzheit in einer wundervollen Welt. Wir erleben auf dem Rad alle Arten von Wetter, Landschaft, alte Gotteshäuser, Frieden, Stille, Weite und Natur und schöpfen darin Kraft. Hier ist der Weg das Ziel“, so Neuweg weiter.

In Zusammenarbeit mit Pfarrer Jürgen Nitz, zertifizierter Pilgerbegleiter der evangelischen Kirche, aus Kaufering entwickelte Neuweg die Idee weiter und brachte das Projekt in die Region. Binnen weniger Monate wurden entsprechende Routenführungen begutachtet, die nicht zuletzt durch „den durchschnittlichen Radfahrer“ bezwungen werden können. Der Juraanstieg bleibt aber nicht erspart und erfordert doch einige Kraftreserven. „Ruhige, naturnahe Wege waren gesucht, die zur inneren Einkehr einladen, dennoch aber radtauglich sein mussten.“

Unterstützung erhielt Neuweg durch sämtliche beteiligte Behörden. „Und das ohne Probleme und Widerstände, so eine Geschlossenheit habe ich bei vergleichbaren Projekten noch nicht erlebt.“ Insgesamt zehn Gemeinden im Landkreis Roth (Wendelstein, Schwanstetten, Roth, Allersberg, Hilpoltstein, Thalmässing, Kammerstein, Büchenbach, Abenberg und Spalt), die Stadt Schwabach, der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen (Absberg, Haundorf, Gunzenhausen, Dittenheim, Gnothheim und Heidenheim a.H.), sowie der Landkreis Eichstätt (Titting, Pollenfeld und Eichstätt) und der Naturpark Altmühltal hätten „Hand in Hand“ gearbeitet. Zusätzlich erstreckte sich die „Koordinationsarbeit“ Neuwegs bis hinein in die Stadt Nürnberg. Insgesamt seien 17 Bauhöfe mit sehr motiviertem Personal an den Start gegangen.

Über das Resultat zeigte sich Neuweg sowie die Beteiligten mehr als zufrieden: „Wir können nun zwei Trassen mit insgesamt 150 Kilometern Radstrecke zum Pilgern anbieten.“ Erfreut sei Neuweg auch über die Kosten des Vorhabens. Diese beliefen sich inklusive der Planung auf rund 23 000 Euro: „Nur ein Viertel des zu erwarteten Betrages bei solchen Distanzen.“ Die Kosten für die Schilder-Einhänger im Landkreis Roth übernahm beispielsweise die evangelische Landeskirche. Auch die Kommunen hätten hierfür Grundausstattung der Beschilderung in die Tasche gegriffen. Für den „gezeigten Elan“ hinsichtlich der Verwirklichung seiner Idee zollte Neuweg großen Dank im Rahmen einer Feierlichkeit auf Burg Wernfels: „Die Region erhält durch diesen überregionalen Radweg weitere touristische Impulse.“ Die Radwegevernetzung des Raumes Franken und Oberpfalz mit Oberbayern und Schwaben sei zudem ein neuer Meilenstein in einer von Kohlenstoffdioxid-freien Urlaubswelt. „Dem heiligen Jakobus sei Dank.“

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